Praxisnachfolge ist kein Zufall – sie ist ein Prozess.
Und genau daran scheitert sie in der Praxis häufig: an unklaren Abläufen, mangelnder Verbindlichkeit oder daran, dass zur falschen Zeit die falschen Themen diskutiert werden.
Der hier dargestellte Prozess zeigt, wie eine Praxisübernahme heute sinnvoll aufgebaut sein sollte – vom ersten unverbindlichen Kennenlernen bis zur Unterzeichnung des Übernahmevertrags.
Er ist aus zahlreichen Nachfolgeprojekten entstanden und verfolgt ein klares Ziel: Zeit schützen, Vertrauen aufbauen und Abbrüche vermeiden – sowohl für den Praxisabgeber als auch für den Übernahmeinteressenten.
Der Fokus liegt dabei bewusst auf:
früher Passung statt später Enttäuschung,
Praxiserleben statt reiner Zahlenlogik,
Verbindlichkeit ohne rechtlichen Druck
und einer strukturierten Begleitung durch einen neutralen Medical Manager.
Die folgende Übersicht zeigt die einzelnen Schritte dieses Prozesses – kompakt, transparent und nachvollziehbar.
Wir arbeiten nicht mit starren Schablonen oder pauschalen Vermittlungsmodellen. Jede Praxis, jeder Abgeber und jeder potenzielle Übernehmer ist anders. Deshalb entwickeln wir für jede Nachfolge einen individuell zugeschnittenen Übernahmeprozess, der sich an Ihrer Situation, Ihren Zielen und dem realistischen Zeitrahmen orientiert.
Dabei nutzen wir – wo sinnvoll – auch staatliche Fördermöglichkeiten (z. B. im Bereich Prozess‑, Qualitäts‑ oder Strukturbegleitung), um Aufwand und Kosten für den Praxisinhaber zu reduzieren. Das Ergebnis ist kein theoretisches Konzept, sondern ein praxisnaher, umsetzbarer Fahrplan.
Mehrwert für beide Seiten:
Der Praxisabgeber behält die Kontrolle über Tempo und Ausrichtung.
Der Übernehmer bekommt einen klaren, nachvollziehbaren Weg statt Unsicherheit.
Begleitung durch einen regionalen SfH‒Medical Manager
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die persönliche Begleitung durch einen regionalen Solutions-for-Health-Medical Manager. Er kennt nicht nur den Prozess, sondern auch die regionalen Besonderheiten, die mentalen Hürden und die typischen Stolpersteine bei Praxisübernahmen.
Der Medical Manager übernimmt die Rolle eines neutralen Lotsen zwischen Praxisabgeber, Interessent, Banken und weiteren Beteiligten. Er sorgt dafür, dass Gespräche strukturiert ablaufen, Erwartungen realistisch bleiben und offene Punkte frühzeitig geklärt werden.
Mehrwert für beide Seiten:
Der Praxisabgeber wird entlastet und muss sich nicht selbst durch Gespräche, Rückfragen und Koordination kämpfen.
Der Übernehmer hat einen festen Ansprechpartner, der Orientierung gibt und Sicherheit schafft.
Strukturierte Prozesse statt „Post & Pray“
Statt auf Zufall, Anzeigen und Hoffnung zu setzen, führen wir Interessenten schrittweise und bewusst durch den Übernahmeprozess. Vom ersten Kennenlernen über die Hospitation bis zur Absichtserklärung folgen alle Schritte einer klaren Logik.
So stellen wir sicher, dass:
nur ernsthafte und geeignete Kandidaten in die nächste Phase kommen,
Entscheidungen auf realen Eindrücken statt auf Annahmen basieren,
Verbindlichkeit zum richtigen Zeitpunkt entsteht – nicht zu früh und nicht zu spät.
Mehrwert für beide Seiten:
Weniger Abbrüche, weniger Frust, weniger Zeitverlust – und deutlich höhere Abschlusswahrscheinlichkeit.
Fairness und Augenhöhe im gesamten Prozess
Unser Ansatz ist weder juristisch überladen noch unverbindlich. Wir schaffen einen Rahmen, der klar, fair und respektvoll ist. Optional vereinbarte Exklusivitäten schützen den Prozess, ohne Druck aufzubauen. Absichtserklärungen sorgen für Fokus, ohne jemanden festzunageln.
Mehrwert für beide Seiten:
Ein Prozess, der Vertrauen aufbaut – und nicht abschreckt.
Möchten Sie wissen, ob dieser Ansatz auch für Ihre Situation passt?
Vereinbaren Sie ein unverbindliches Kennenlerngespräch mit unserem Medical Manager. Gemeinsam klären wir, wie ein strukturierter und fairer Nachfolgeprozess für Sie aussehen kann.
In dieser Phase geht es um einen niedrigschwelligen und unverbindlichen Einstieg für beide Seiten.
Sie als Interessent nehmen Kontakt auf und erhalten in einem kurzen Kennenlerngespräch eine erste Einschätzung, ob die Praxis grundsätzlich zu den eigenen Zielen, dem gewünschten Zeitrahmen und dem angestrebten Übernahmemodell passt.
Phase 1 - Vertraulichkeit & erste Einblicke
Strukturierter Start mit klaren Spielregeln
Sobald ein grundsätzliches Interesse besteht, werden die Spielregeln festgelegt. Über eine schlanke Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) wird sichergestellt, dass sensible Informationen geschützt sind. Erst danach erhält der Interessent konkrete Eckdaten und einen fundierten Überblick über die Praxis.
Phase 2 – Praxis erleben (Hospitation)
Realität vor Theorie
Die Hospitation ist ein zentraler Bestandteil des Prozesses. Der Interessent erlebt die Praxis im Alltag: Team, Abläufe, Patientenstruktur und Atmosphäre. Ziel ist es, frühzeitig ein realistisches Bild zu bekommen – auf beiden Seiten.
In dieser Phase werden die wesentlichen Eckpunkte gemeinsam abgestimmt: möglicher Übergabezeitpunkt, Übernahmemodell (Einzel/Duo), Rolle des Abgebers nach der Übergabe, erste Überlegungen zur Finanzierung und – falls relevant – zur Immobilie.
Phase 4 - Absichtserklärung (LOI) & Fokusphase
Verbindlichkeit ohne Überforderung
Mit einer Absichtserklärung (Letter of Intent) dokumentieren beide Seiten ihre ernsthafte Weiterverfolgung der Übernahme. Optional kann eine zeitlich begrenzte Exklusivität vereinbart werden, während der keine Verkaufs- oder Übernahmezusage an andere Interessenten erfolgt.
Nun erfolgt die strukturierte Prüfung der Praxis (wirtschaftlich und organisatorisch) sowie die Vorbereitung und Durchführung der Finanzierungsgespräche. Alle Informationen werden geordnet und nachvollziehbar bereitgestellt.
Phase 6 - Übernahmevertrag & Übergabe
Rechtssicherer Abschluss und klarer Übergang
Nach erfolgreicher Klärung aller Punkte wird der Übernahmevertrag vorbereitet und unterzeichnet. Parallel wird die Übergabe geplant – inklusive möglicher Übergangs- oder Mentoringphase, um Kontinuität für Team und Patienten zu gewährleisten.